Professionelle Translation in Heidelberg – Das BioMed X Institut

*Anzeige – in Zusammenarbeit mit BioMed X*

Trotz des technologischen Fortschritts in der medizinischen Grundlagenforschung und des stetig wachsenden Wissens über menschliche Krankheiten, ist die Translation von Forschungsergebnissen in therapeutische Fortschritte immer noch ineffizient. Wissenschaft und Industrie sind sich einig, dass die Übertragbarkeit medizinischer Forschung in die Anwendung am Menschen nicht automatisch gegeben ist. Neue Ansätze, insbesondere in der präklinischen biomedizinischen Forschung sind notwendig, die passende Ergebnisse liefern und diese zum Nutzen von Patienten nachhaltig reproduzierbar und anwendbar machen.
Eine treibende Kraft für Kreativität und Innovation und ein bereits bewährter Ansatz der Pharmabranche in diesem Bereich, ist die Zusammenarbeit mit hochspezialisierten unabhängigen Forschungszentren.

Eines dieser Zentren ist das BioMed X Institut in Heidelberg, dass mit seinen präklinischen Forschungsprojekten ausgewählten Industriepartnern Lösungen für die größten F&E-Herausforderungen der Pharmabranche bietet. Ziel ist es, am Kernpunkt biomedizinischer Innovationen anzusetzen und fundamentale biologische Erkenntnisse in den wichtigsten Bereichen menschlicher Krankheiten zu gewinnen.

Dr. Christian Tidona, Gründer und Geschäftsführer des BioMed X Instituts, beschreibt das Geschäftsmodell von BioMed X wie folgt: "Für unsere Forschungsprogramme kombinieren wir aktives globales Crowdsourcing der weltweit besten Forschungstalente mit lokaler Inkubation im Campus-Umfeld der Universität Heidelberg in Baden-Württemberg. Dabei verbinden wir das Beste aus beiden Welten - der akademischen und der industriellen – und ermöglichen freie und kreative Forschung mit der soliden Validierung von Ergebnissen und vorgegebenen Zeitplänen, wie sie in der Pharmaindustrie üblich sind.“

Merck, Boehringer Ingelheim, AbbVie, Roche und Johnson & Johnson

So wird ein Umfeld geschaffen, in dem engagierte Nachwuchswissenschaftler gemeinsam in interdisziplinären Projekt-Teams an herausfordernden präklinischen Forschungsfragen arbeiten können, um den Grundstein für eine neue Generation von Therapien zu legen. Und Tidona ergänzt: „Durch unsere Arbeit an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Industrie erfüllen wir eine wichtige Funktion, um die professionelle Translation am Standort Heidelberg weiter voranzubringen."
Seit 2013 folgen große Unternehmen wie Merck, Boehringer Ingelheim, AbbVie, Roche und Johnson & Johnson dem Innovationsmodell von BioMed X und lösen dabei für sich zwei große Herausforderungen auf einmal: Die Auslagerung präklinischer Forschung in risikoreichen Forschungsbereichen und die Identifizierung und Rekrutierung der besten akademischen Forschungstalente, die die Entwicklung völlig neuer Forschungsansätze in diesen Bereichen ermöglichen.
Dabei reicht die Vielfalt der Forschungsfelder von BioMed X von Projekten in der Onkologie und Immunonkologie über neurologische Erkrankungen wie Alzheimer, Depression oder Schizophrenie bis hin zu chronischen Lungenerkrankungen wie COPD. Einige Teams arbeiten derzeit an völlig neuen Ansätzen für die Behandlung sehr komplexer Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose, entzündlichen Darmerkrankungen, systemischem Lupus und rheumatoider Arthritis. Aktuell sind weitere Projekte in der Pipeline, von denen zwei bis drei noch in diesem Jahr oder Anfang nächsten Jahres starten werden.

Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen

Alle Projekte beginnen in der Regel mit einer Partnerschaft mit einem Pharmaunternehmen, das sich mit einer konkreten Forschungsfrage an BioMed X wendet.
Dr. Christian Tidona erklärt: "Traditionell steht die Pharmaindustrie vor der Herausforderung, buchstäblich die Nadel im Heuhaufen zu finden. Hier beginnt unsere Arbeit, denn mit unserer globalen Crowdsourcing-Plattform sind wir in der Lage, Forscher an den besten Universitäten und Forschungseinrichtungen der Welt zu identifizieren und zu gewinnen. Der vollständig automatisierte Online-Prozess unserer Crowdsourcing-Plattform beginnt immer auf apply.bio.mx. Hier können sich Forscher, die an unserer Arbeit interessiert sind, registrieren. Sie erhalten automatisch eine E-Mail, sobald wir ein neues Forschungsprogramm mit einer weltweiten Ausschreibung starten.“

Für jede Ausschreibung erhält BioMed X in der Regel 100 bis 200 Projektvorschläge von Nachwuchswissenschaftlern aus 60 bis 80 Ländern auf der ganzen Welt. In einem nächsten Schritt werden die 15 vielversprechendsten Talente von einem internen Bewertungsausschuss ausgewählt und zu einem fünftägigen Bootcamp nach Heidelberg eingeladen. Hier arbeiten die Kandidaten dann in interdisziplinären Teams, unterstützt von erfahrenen Mentoren, an der Zusammenführung ihrer Ideen zu einem wirklich herausragenden Projektplan. Am letzten Tag des Bootcamps stellen sie ihre Ideen einer Jury vor, die aus vier bis sechs Führungskräften des Pharmapartners besteht. Am Ende werden die Besten ausgewählt und gewinnen ein mit bis zu fünf Millionen Euro dotiertes, zwei- bis fünfjähriges Forschungsstipendium am BioMed X Institut in Heidelberg.

Erfolg durch Diversität

Bei der Zusammenstellung der Forscherteams werden Spitzenforscher mit sehr unterschiedlichem wissenschaftlichem und kulturellem Hintergrund gemischt, um Synergien zu nutzen und bestmögliche Ergebnisse zu erhalten. "Wir bei BioMed X glauben, dass Fortschritt und Erfolg in unserer Arbeit nur durch eine sehr vielfältige Gemeinschaft gleichgesinnter herausragender Wissenschaftler erreicht werden kann,“ sagt Tidona. „Ideen auszutauschen und sich gegenseitig zu helfen ist dabei der Schlüssel. Mit anderen Worten: Wir suchen echte Teamplayer, die unsere Werte und unsere Vision teilen, durch produktorientierte Forschung nachhaltigen Impact für Patienten weltweit zu generieren.“
Alle Teams forschen in einer offenen Innovationsatmosphäre in einer gemeinsamen Laboreinrichtung auf dem Life-Science-Campus der Universität Heidelberg. Sie arbeiten unter der Anleitung erfahrener Mentoren aus dem akademischen Umfeld und der Industrie, können dabei ihr wissenschaftliches Netzwerk ausbauen und lernen, wie man eine Führungskraft in der Industrie wird oder wie man ein Unternehmen gründet.

Am Ende eines jeden Projekts können die Pharmapartner frei entscheiden, ob sie die gesamten Ergebnisse, die aus ihrem Projekt hervorgegangen sind, für eine vorher festgelegte Summe erwerben wollen. Für BioMed X ist ein Projekt dann erfolgreich, wenn sich der Pharmapartner entscheidet, das generierte geistige Eigentum in seine F&E-Pipeline zu übernehmen und für die Entwicklung neuer Medikamente und Therapien zu nutzen.

Die bisherige Erfolgsbilanz von BioMed X ist jedenfalls beeindruckend: In den acht Jahren seit seiner Gründung im Jahr 2013 startete BioMed X 16 Forschergruppen, holte mehr als 250 Forschungstalente aus über 40 Ländern nach Heidelberg und schloss acht Forschungsprojekte ab, von denen sieben vom jeweiligen Pharmapartner übernommen wurden – einschließlich aller Daten, Materialien und geistigen Eigentumsrechte.

‚Innovation Honeypots‘ schaffen und Innovationen fördern

"Als ich BioMed X 2013 gründete, wurde mir schnell klar, dass es nicht ausreicht, lokale Innovationsökosysteme organisch zu entwickeln. Heute kann sich jedes Talent weltweit aussuchen, wo er oder sie die kreativsten Forscherjahre verbringt. Um einen 'Innovation Honeypot' von Weltklasse zu schaffen, wie ich es nenne, müssen wir aktiv die besten Wissenschaftler der Welt identifizieren, rekrutieren und sie und ihre Familien proaktiv an unsere Spitzenstandorte umsiedeln. Sobald eine kritische lokale Dichte und Diversität von Talent erreicht ist, zieht der Standort automatisch weitere Talente an. Mit der globalen Crowdsourcing-Plattform von BioMed X sind wir in der Lage, die besten Nachwuchswissenschaftler an den besten Universitäten und Forschungseinrichtungen der Welt zu gewinnen und sie nach Heidelberg zu holen“, sagt Dr. Christian Tidona.

Mit einem Radius von rund 100 km um Heidelberg ist der Rhein-Main-Neckar-Raum eines der stärksten biomedizinische Innovationsökosysteme Europas. Das Kernstück dieses Innovationsökosystems ist der Life-Science-Campus der Universität Heidelberg. Hier sind neben der Universität Heidelberg und dem Universitätsklinikum bedeutende Einrichtungen wie beispielsweise das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT), das Zentrum für Molekularbiologie Heidelberg (ZMBH), das BioQuant und das Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung (MPImF) angesiedelt. Unweit vom Campus befindet sich das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL). Darüber hinaus beherbergt der große Technologiepark auf dem Campus der Universität rund 100 kleine und mittlere Biotech-Unternehmen, die sich mit biomedizinischer Forschung befassen. Mit dem BioRN Network hat die Region zudem hier einen sehr guten Partner für die strategische Entwicklung und Vernetzung der regionalen Life-Science Unternehmen mit Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Insgesamt arbeiten auf dem Life-Science-Campus in Heidelberg rund 15.000 Angestellte in der Medizin und den Lebenswissenschaften. Hinzu kommen noch die rund 16.000 Studierenden der Biowissenschaften und der Medizin, die am Campus aktiv sind. All dies bietet den Forscherteams von BioMed X ein stimulierendes Umfeld mit direktem Zugang zu einer hochmodernen akademischen Forschungsinfrastruktur.

Von Heidelberg nach Israel und weiter

Wenn er auf das bisher Erreichte zurückblickt und über die Zukunft des BioMed X Instituts spricht, hat Dr. Christian Tidona eine klare Vision: "Um auf globaler Ebene erfolgreich und wettbewerbsfähig zu sein, müssen wir weitere starke lokale Innovation Honeypots schaffen. In den vergangenen Jahren haben wir mit BioMed X ein hochproduktives Innovationsökosystem am Standort Heidelberg mit aufgebaut und bewiesen, dass unser Modell im globalen Maßstab wettbewerbsfähig ist und das Potenzial hat, langfristig weltweit erfolgreich zu sein.“
Um diesen Weg des stabilen Wachstums fortzusetzen und das Geschäftsmodell jetzt weiter geografisch zu skalieren, hat BioMed X vor kurzem gemeinsam mit den vier weltweit tätigen Pharmaunternehmen Merck, Teva, Pfizer, und AstraZeneca, die Gründung eines Innovationslabors für künstliche Intelligenz (KI) in der Arzneimittelforschung und -entwicklung in Israel bekanntgegeben. Weitere Partner sind der Israel Biotech Fund, ein in Israel und Boston ansässiges Venture-Capital-Unternehmen, sowie das Technologieunternehmen Amazon. Der neue Standort in Rehovot direkt neben dem weltbekannten Weizmann-Institut, der in den ersten fünf Jahren auch vom Israelischen Staat finanziell unterstützt wird, wird sich auf den Aufbau von rund 20 KI-Startups fokussieren und damit ebenfalls kreative Lösungen für die F&E-Herausforderungen der großen Pharmaunternehmen bieten. Verhandlungen zu weiteren Standorten von BioMed X auch in Deutschland laufen bereits. Dr. Christian Tidona: „Das Potenzial unseres Innovationsmodells ist riesig und wir blicken in eine spannende Zukunft mit verschiedensten Tätigkeitsschwerpunkten und zahlreichen Standorten in der ganzen Welt. Klar ist aber, das Heidelberg unser ‚Mutterschiff‘ bleibt und als Hauptsitz für alle unsere Aktivitäten auch zukünftig eine entscheidende Rolle spielen wird.“

Veröffentlicht: 20.08.2021

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