09.04.2019 • 13:30 - 15:00 • Symposien

Forschung

BMBF - Neue Methoden für Therapie und Diagnostik

Innovative biotechnologische Methoden machen es zunehmend möglich, effiziente Wirkstoffe aus der Natur in ausreichenden Mengen verfügbar zu machen und sie zudem für die Anwendung beim Menschen zu optimieren. Darüber hinaus setzt die biomedizinische Forschung verstärkt auf mathematische Modelle und Simulationen, um die Effizienz von Therapien zu steigern. Präsentiert werden vielversprechende Projekte aus der BMBF-Förderung, die die Vielfalt dieser Ansätze widerspiegeln.

 

Chair

Dr. Gesa Terstiege Projektträger Jülich

Vorträge

Prof. Dr. Ulrich Bogdahn Uniklinik Regensburg

Therapie- und Biomarker-Entwicklung für die ALS

Prof. Dr. Steffen Just Uniklinik Ulm

Steffen Just studierte im Diplomstudiengang Biologie mit dem Schwerpunkt Genetik und Zoologie an der TU Karlsruhe.  Um zu promovieren, wechselte er 2002 in die kardiologische Klinik der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wo er sich der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. med. Wolfgang Rottbauer anschloss. 2006 beendete er seine Promotion zum Thema „Molekulare Kontrollmechanismen der Myokardfunktion“ und forschte im selben Labor bis 2010 als Post-Doktorand. Bis zu seinem Wechsel ans Universitätsklinikum Ulm im Jahr 2011 leitete Steffen Just das Labor für Funktionelle Genomik an der Universität Heidelberg als Nachwuchsgruppenleiter. Am Universitätsklinikum Ulm forschte Herr Just zunächst als Juniorprofessor und seit 2018 als W3-Professor für Molekulare Kardiologie. Prof. Just ist Mitglied verschiedener Arbeitsgruppen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, der European Society of Cardiology, der Gesellschaft für Entwicklungsbiologie, der European Society for Fish Models in Biology and Medicine (EuFishBioMed) und als gewähltes Mitglied des Projektkomitees im Rahmen der BMBF-Initiative „e:Med - Maßnahmen zur Etablierung der Systemmedizin“ gestaltet er diese Initiative aktiv mit. Prof. Just´s Forschung konzentriert sich insbesondere auf die Aufklärung der genetischen und molekularen Mechanismen von kardiovaskulären Erkrankungen, aber auch auf das Verständnis basaler kardialer Entwicklungsprozesse. Ein besonderes Augenmerk seiner Arbeitsgruppe liegt zudem auf der Entschlüsselung regenerativer Prozesse und deren potentiellem Einsatz als therapeutische Option nach myokardialer Schädigung.

Vom Aquarium zum Computer - Therapieansätze bei Herzschwäche

Prof. Dr. Andrea Tüttenberg Universität Mainz

Gesundheit und Lebensqualität nach Stammzelltransplantation

Prof. Dr. Friedrich Feuerhake Medizinische Hochschule Hannover

Friedrich Feuerhake ist Facharzt für Neuropathologie und als Oberarzt seit 2012 in der neuropathologischen Diagnostik an der Medizinischen Hochschule Hannover tätig. Nach dem Medizinstudium in Hannover waren Stationen seiner wissenschaftlichen und fachärztlichen Ausbildung die LMU München (Mikroskopische Anatomie), die Universitätsklinik Freiburg (Pathologie/Neuropathologie), und das Dana-Farber Cancer Institute  in Boston, USA (Lymphomforschung). Als Leiter der Abteilung Experimentelle Pathologie in der pharmazeutischen Forschung der Firma Roche (Pharma Research and Early Development; pRED) in Penzberg bei München hat er 2008 – 2012 im Kontext translationaler Biomarkerforschung innovative Methoden in der digitalen Pathologie direkt in die präklinische und frühe klinische Forschung integriert. Sein  Forschungsschwerpunkt ist die Interaktion von Immunzellen mit verschiedenen Zielstrukturen wie Tumorzellen, normalen Gewebestrukturen und transplantierten Organen. Im Zentrum stehen systemmedizinische Ansätze, die digitale Pathologie mit Hochdurchsatz „-omics“ Methoden und klinischen Daten integrieren. Als Koordinator der BMBF-geförderten systemmedizinischen Konsortien „SYSIMIT“ (e:Med) und „SysMIFTA“ (ERACoSysMed) ist sein Anliegen, interdisziplinäre wissenschaftliche Zusammenarbeit insbesondere zwischen Forschern mit primär computerwissenschaftlicher und biomedizinischer Ausbildung über fachspezifische Grenzen hinweg zu ermöglichen.

Big Data aus Gewerbebiopsien in der Systemmedizin

Prof. Dr. Ingo Röder TU Dresden

Nach dem Studium der Mathematik an der Technischen Universität (TU) Dresden arbeitete Ingo Röder als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE) der Universität Leipzig. 2003 erfolgte dort auch seine Promotion im Fach Theoretische Biologie/Medizin. Im Jahre 2009 habilitierte er sich in den Fächern Medizinische Bioinformatik, Statistik und Epidemiologie an der Universität Leipzig, wo er von 2003 bis 2010 als Gruppenleiter tätig war. Während dieser Zeit war Ingo Röder auch mehrfach als Gastwissenschaftler, z. B. am Centre for Nonlinear Dynamics in Physiology and Medicine, McGill University, Montréal, Kanada und am Department of Computing, Goldsmiths College, University of London, Großbritannien tätig.

2010 bekam Ingo Röder den Ruf auf die Universitäts-Professur für Medizinische Biometrie und Statistik an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden und übernahm den gleichnamigen Lehrstuhl. Seither arbeitet er als Universitäts-Professor und Direktor des Instituts für Medizinische Informatik und Biometrie (IMB).

Neben seiner Tätigkeit als Institutsdirektor leitet Ingo Röder die Arbeitsgruppe „Computational Stem Cell Biology“ innerhalb des GermanStemCellNetwork (GSCN). Weiterhin ist er Mitglied des Projektkomitees der nationalen Systemmedizin-Initiative „e:Med“. Seit 2015 ist er wissenschaftlicher Leiter der CoreUnit „Data Management und Analytics“ (DMA) des Nationalen Zentrums für Tumorerkrankungen (NCT) am Partnerstandort Dresden.

Seine Hauptforschungsgebiete sind die theoretische Biologie und die Systemmedizin. Darüber hinaus ist Ingo Röder aber auch in den Bereichen Biostatistik und Bioinformatik tätig.

Seit Dezember 2018 ist Ingo Röder Studiendekan für den Studiengang Medizin an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden.

Systemmedizin: Bessere Therapien durch mathematische Modelle

Prof. Dr. Thomas Brück TU München

Thomas Brueck studied Chemistry (Major), Biochemistry (Major) and Management Science at Keele University, UK, where he graduated 1996 with a Dual BSc.. In 1997, he obtained his M.Phil. degree in Molecular Medicine from the same University. Thomas conducted his Ph.D studies in “Peroxidase enzyme reaction mechanisms” under the guidance of Prof. Dr. Patricia Harvey at Imperial College and the University of Greenwich (London, UK), where he graduated in 2002. Thereon Thomas post- doctoral academic career branched out to marine natural product biochemistry under the guidance of Prof. Dr. Russell G. Kerr at the Centre of Excellence for Biomedical and Marine Biotechnology at Florida Atlantic University (Boca Raton, USA). At the same institute, Thomas Brück was appointed Assistant Professor for Marine Proteomics and Biocatalysis in 2004. In 2006, he returned to Germany, were he joined Süd-Chemie AG (now Clariant AG), where he held various research and high level managerial positions including the position Portfolio Manager IP and Technology. Since 2011, Thomas returned to academia working as a Professor in the field of biocatalysis and sustainability at the Technical University of Munich. Thomas was appointed to endowed full professor of Synthetic Biotechnology at TUM. His research group received funding from the Werner Siemens foundation to establish the new field of Synthetic Biotechnology as a key element of the industrial biotechnology activities at TUM.

Nachhaltige Produktion von pharmazeutisch aktiven Diterpenen

PD Dr. Evi Stegmann Universität Tübingen

10/1990-12/1995 Diplomstudiengang Biologie an der Universität Kaiserslautern
12/1995 Abgabe der Diplomarbeit zum Thema „Isolierung von anti-fungischen Wirkstoffen aus Basidiomyceten“ am Lehrstuhl für Biotechnologie unter Anleitung von Prof. Dr. T. Anke
01/1996-12/1999 Promotion an der Universität Tübingen über das Thema „Untersuchung der Ethylendiamindisuccinat (EDDS)- Biosynthese in Amycolatopsis orientalis“ am Lehrstuhl für Mikrobiologie und Biotechnologie unter Anleitung von Prof. Dr. W. Wohlleben Förderung durch das Graduiertenkolleg Mikrobiologie
06/2009 Habilitation im Fach Mikrobiologie an der Universität Tübingen zum Thema „Analyse der Glykopeptid-Biosynthese: Ein Modellsystem des bakteriellen Sekundärmetabolismus“
01/2000-09/2001 Projektleiterin des Projekts bei der E & B Tech GmbH (Pratau/Wittlich)
10/2001-09/2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Tübingen mit dem Projekt „Untersuchung der Biosynthese von Glykopeptidantibiotika und Entwicklung neuer Derivate“
10/2009-09/2010 Vertretungsprofessur in der Mikrobiologie/Biotechnologie an der Universität Tübingen
10/2010-05/2011 Projektleiterin an der Universität Tübingen mit dem Projekt „Analyse und Optimierung von Antibiotikabiosynthesen und Untersuchung der Resistenzmechanismen in Produzentenstämmen“
seit 06/2011 Eigenständige Gruppenleiterin an der Universität Tübingen

Optimierung von Antibiotika-produzierenden Bakterien

Prof. Dr. Hendrik Dietz TU München

Molecular systems engineering with DNA

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