09.04.2019 • 16:00 - 17:30 • Symposien

Medizinische Biotechnologie

Mikrobiom – das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

Der Mensch wird von vielen Trillionen Bakterien besiedelt. Mittlerweile unbestritten übernehmen unsere winzigen Gäste wichtige Funktionen für uns und spielen eine wesentliche Rolle für Wohlbefinden und Gesundheit. Noch wird intensiv erforscht, wie das so genannte Mikrobiom des Menschen sich zusammensetzt und wirkt. Auch gibt es erste Entwicklungen, das Mikrobiom zu steuern, um Krankheiten zu lindern oder zu heilen. Beispiele aus Forschung und Entwicklung werden hier vorgestellt.

Chair

Dr. Julia Schaft BioRN Network e. V.

Since October 2018 Julia is Managing Director of BioRN, one of the leading biotech clusters in Germany and Europe. In 2016 she joined BioRN as a project manager for international R&D and translational initiatives in the life sciences sector. In addition she was taking on BioRN strategic business development and partnering responsibilities. In 2014 Julia relocated back to Germany from Australia and took on an administrative role at the European Molecular Biology Laboratory in Heidelberg (Germany) building up the philanthropic fundraising program, the Friends of EMBL. After completing her PhD in molecular and developmental biology at the University of Giessen and the European Molecular Biology Laboratory in Heidelberg (Germany) in 2002, Julia continued her scientific research on the differentiation of human embryonic stem cells at Genea Ltd in Sydney Australia, an IVF clinic with a strong focus on research and innovation in the IVF and human stem cell field. Julia then took over leadership responsibilities in scientific project management and the supervision of all of Genea’s embryo research licences.

Vorträge

Prof. Dr. Thomas Bosch CAU Kiel

Bosch studierte Biologie an der Ludwigs-Maximilian-Universität München und am University College Swansea in England. Nachdem er 1986 seinen Dr.rer.nat. von der Universität München verliehen bekommen hatte, forschte er mit Unterstützung eines Stipendiums der Alexander-von-Humbold Stiftung als Postdoc an der Universität von Kalifornien, Irvine, in den USA. Bosch habilitierte sich 1993 im Fach Zoologie an der Universität München und erhielt 1997 einen Ruf auf eine Professur im Fach Zoologie an der Friedrich Schiller Universität in Jena. 2000 wurde er zum Professor für Allgemeine Zoologie an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel berufen. Von 2010 -2013 diente Bosch der Universität Kiel als Vizepräsident für Forschung und Internationale Beziehungen. Seit 2013 leitet Bosch den Universitätsschwerpunkt “Kiel Life Science” (KLS). Bosch ist auch Sprecher des Sonderforschungsbereiches SFB 1182 “Ursprung und Funktionieren von Metaorganismen”, der die Mechanismen der Wirt-Mikroben Interaktionen und die Rolle des Mikrobioms in Gesundheit und Krankheit untersucht. 2004 hat die Staatliche Universität St. Petersburg Bosch die Ehrendoktorwürde verliehen. Thomas Bosch ist Herausgeber der Fachzeitschrift „Zoology“ und Mitglied in zahlreichen  nationalen und internationalen Universitäts-, Akademie- und Fachkommissionen. 2016/2017 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft  für Entwicklungsbiologie (GfE ). Bosch ist Fellow des Canadian Institute of Advanced Research (CIFAR) und dort Mitglied im Programm “Human and the Microbiome”.  Derzeit ist Bosch ferner Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin.

Über das Funktionieren von Metaorganismen

Prof. Dr. Dirk Haller TU München

Prof. Haller (*1968) forscht auf dem Gebiet der Ernährungswissenschaft. Schwerpunktthema sind Bakterien (Mikrobiom) im Darm und deren Rolle bei chronisch entzündlichen Krankheiten, wie Morbus Crohn, und der Krebsentstehung. Er hat fundamentale Erkenntnisse zur molekularen Interaktion komplexer mikrobieller Ökosysteme, dem Mikrobiom, mit Barriere- und Immunzellen im Darm erarbeitet. Er trägt durch seine Arbeiten mit neuentwickelten, gnotobiotischen Mausmodellen („selektive Kolonisierung keimfreier Tiere“) und Patienten zur mechanistischen Aufklärung von Entzündungs- und Tumorerkrankungen bei. Seine Forschungsarbeiten stellen Veränderungen im mikrobiellen Milieu ins Zentrum der Pathogenese komplexer Erkrankungen.

Nach einem Doppelstudium an der Universität Hohenheim promovierte er im Fachbereich Lebensmittelmikrobiologie und Ernährungswissenschaft. Es folgten Forschungsaufenthalte in der Schweiz und USA, bevor er als „Emmy Noether“ Nachwuchsgruppenleiter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an die TUM wechselte. Nach Rufangeboten aus Kanada (University of Alberta) und der Schweiz (ETH Zürich), leitet er am TUM Campus Weihenstephan den Lehrstuhl für Ernährung und Immunologie und das Zentralinstitut Food & Health (ZIEL). Prof. Haller ist für internationale und nationale Forschungsprogramme (DFG Schwerpunkt; SPP1656) verantwortlich. Die Etablierung eines neuen DFG Sonderforschungsbereichs (Microbiome Signatures; SFB1371) unter seiner Leitung ist ein Alleinstellungsmerkmal für die Ernährungswissenschaft und stärkt den Forschungsschwerpunkt zum Mikrobiom. Für seine Forschungen wurde er mit dem Hauptpreis der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) ausgezeichnet.

Individuelle Heterogenität und klinische Relevanz von Mikrobiomsignaturen

Dr. Jan Heyland Nordmark Arzneimittel GmbH & Co. KG

Von der Idee zum Patienten: Herausforderungen bei der Herstellung von Mikrobiom-basierenden Arzneimitteln

Dr. Richard Fuhrherr Nordmark Arzneimittel GmbH & Co. KG

Von der Idee zum Patienten: Herausforderungen bei der Herstellung von Mikrobiom-basierenden Arzneimitteln

Dr. Johannes Harter CeGaT GmbH

Mikrobiom-Analyse heute und morgen

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