10.04.2019 • 08:00 - 09:00 • Frühstücksrunden

Risiken und Chancen von Forschung

In Deutschland stehen die Risiken angewandter Forschung oft stark im Vordergrund. In der Umwelt- und Gesundheitspolitik gilt das Vorsorgeprinzip, das der Risiko- und Gefahrenvorsoge bei unvollständigem Wissen dienen soll. Dem gegenüber steht das Innovationsprinzip, das in Betracht zieht, welch positivem Einfluss eine Innovation auf die Gesellschaft haben kann. Vorsorge und Innovation, Risiko und Chance, beide sollten bei Regulierungsentscheidungen bedacht werden. Wie ist das gleichzeitig möglich? Macht ein Innovationsprinzip Sinn und wie kann es ausgestaltet werden? Welche Länder können als Vorbild dienen?

Moderation

Dr. Jens Freitag IPK Gatersleben

Dr. Jens Freitag ist Leiter der Geschäftsstelle des Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben, Sachsen-Anhalt. Studium der Agrarwissenschaften in Leipzig und Stuttgart Hohenheim; Promotion in den Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim; wissenschaftli-che Tätigkeit am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP) in Potsdam. Nach 13jähriger wissenschaftlicher Tätigkeit Wechsel zur genius gmbh – science & dialogue. Dort Aufbau und Leitung eines Berliner Büros von genius. Schwerpunkte der Arbeit sind Themen aus Biotechnologie, Gesundheits- und Genomforschung, nachhaltige Landwirtschaft, Ernährung, er-neuerbare Energie, nachwachsende Rohstoffe sowie Bioökonomie. Seit Juni 2018 Übernahme der Leitung der Geschäftsstelle am IPK Gatersleben.

Podium

Prof. Dr. Detlef Bartsch Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Prof. Dr. Detlef Bartsch studierte Biologie an den Universitäten Münster und Göttingen. Seine Forschungstätigkeit umfasste Pflanzenökologie an den Technischen Universitäten Berlin & Aachen sowie Pflanzengenetik an der University of California Riverside. Derzeit arbeitet er als Leiter der Abteilung "Gentechnik" beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin. Seine Erfahrung umfasst Risikobewertung und -management, Populationsbiologie von Kultursorten / Wildpflanzenkomplexen, Erhaltung der pflanzengenetischen Ressourcen, Biosicherheitsforschung im Gentechnikbereich und Überwachung von gentechnisch veränderten Pflanzen mit Resistenz gegen Insekten, Viren, Nematoden und Herbiziden. Nebenberuflich lehrt er seit 2002 am Institut für Umweltforschung der RWTH Aachen u.a. zu ‚Regulatorischer Ökotoxikologie‘. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ernannte ihn von 2003 - 2012 für das GMO-Gremium und von 2012-2015 für die GVO-Umweltarbeitsgruppe.

Prof. Dr. Friedemann Voigt Uni Marburg

Nach Studium der Ev. Theologie, Philosophie und Soziologie in Frankfurt am  Main und München. Promotion an der LMU München im Jahr 1996. Nach Kirchlichem Vorbereitungsdienst in Königstein/Ts. und Habilitationsstipendium der DFG von 2001-06 Wissenschaftlicher Assistent  an der Universität Erfurt. 2006 Habilitation an der LMU München. Von 2006-201 Leiter der BMBF-Nachwuchsgruppe "Religion in bioethischen Diskursen" an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der LMU München. Seit 2011 Professor für Sozialethik mit Schwerpunkt Bioethik an der Philipps-Universität Marburg. Dort Sprecher der AG Bioethik des LOEWE-Zentrums für Synthetische Mikrobiologie Marburg (SYNMIKRO).

Rüdiger Trojok UnternehmerTUM GmbH

Dr. Gregor Strauch Boehringer Ingelheim Corporate Center GmbH

seit 11/2015 Boehringer Ingelheim, Head of Corporate Office Berlin
2011-2015 BDI, Leiter Abteilung Innovation & Gesundheitswirtschaft
2009-2011 Bayer AG, Liaison Office Berlin
2005-2009 BDI, Abteilung Umwelt & Technik

jur. Referendariat Dresden, Speyer, Mumbai (Bombay)
Universitäten Passau, Freiburg, Genf, Bonn
Schule in Bonn, Düsseldorf, Berlin

Kuratorium der Stiftung Industrieforschung, Vorsitzender

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